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Cover des Albums "EigenArt"

Das Album des integrativen Musikprojektes erhalten Sie für 10 Euro auf der Geschäftsstelle der Lebenshilfe Donau-Ries

in der Baldinger Straße 41 in 86720 Nördlingen. E-Mail bei Fragen: Kontaktformular

 

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Eindrucksvoller musikalischer Farbtupfer

“Tintenfisch” veröffentlichen ihre CD „Eigenart“

 

Den musikalischen Insidern der Region ist „Tintenfisch“, das integrative Musik-Projekt der Lebenshilfe Donau-Ries, schon länger ein Begriff. Durch vielbeachtete Auftritte bei regionalen Open-Airs („Woodstock“, „Kraterbeben“) oder überregionalen Events („Tollwood-Festival“), einem gemeinsamen Rock-Konzert mit den „SKA Farmers“ im vergangenen Jahr und mit der vom Bayerischen Fernsehen ausgestrahlten Reportage „Stolperstein“ hat sich die Gruppe auch in der öffentlichen Wahrnehmung einen festen Platz erobert. Jetzt haben „Tintenfisch“ ihre CD mit dem Titel „Eigenart“ veröffentlicht.

Das Grundkonzept von „Tintenfisch“ ist einfach und wirkungsvoll: Jugendliche und junge Erwachsene mit geistiger Behinderung spielen gemeinsam in einer Band mit erfahrenen Musikern und bringen dabei ihre ganz eigenen rhythmisch-musikalischen Kompetenzen ein. Mit Schlagzeug, Perkussion, Gitarren, Bass, Keyboard, Querflöte und mehrstimmigem Gesang entsteht ein Sound voller explosiver Dynamik und mitreißender Rhythmik.

Diesen speziellen Power-Style haben die 14 Musiker um Bandleader Jürgen Hiemeyer nun auf eine CD gepackt. „Eigenart“, soviel erkennt man schon beim ersten Durchhören, besitzt ihre „eigene Art“ im Wortsinn und bietet alles andere als „Musik von der Stange“: Die insgesamt 13 Songs und 4 Bonus-Tracks spiegeln den Zeitgeist wider und bieten einen musikalischen Mix aus einer Vielzahl angesagter Stilrichtungen – von Hip-Hop über Funk, Soul, Ska, Latin, Afro und Reggae bis hin zu Dancehall und Poprock.

Schon vom ersten Lied an – „Defense“ ist eine kraftvolle Hymne an den Nördlinger Basketball - wird der Hörer mitgerissen. Denn nicht nur der Sound ist unverwechselbar, auch die Texte sind ebenso ansprechend wie anspruchsvoll. Durchwegs sind sie der Lebenswirklichkeit junger Menschen entlehnt, handeln von ihren Wünschen, Träumen und Problemen: So geht es in „Wochenend“ um gemeinsame Aktivitäten und soziales Miteinander, in „Ramba Zamba“ um Stress und Frustabbau, während „Krassomatico“ ganz in cooler Jugendsprache gehalten ist. Im steten Wechselspiel entsteht dabei eine breit gefächerte Themenpalette mit schwungvoll-fröhlichen Songs wie „Alles nur ein Traum“ oder „Blubb“ und kritischen Inhalten wie in „Liebes Gewissen“, „Respekt“ oder „Gerücht“.

Die Initiative zu dieser ehrgeizigen CD-Produktion kam von Jürgen Hiemeyer, Musiktherapeut und Heilerzieher an der Möttinger Hermann-Keßler-Schule sowie Begründer und „musikalischer Kopf“ von „Tintenfisch“. Bis auf den gecoverten Afrika-Hit „Pata Pata“ hat er nicht nur alle Songs auf der Platte selbst komponiert sondern auch sämtliche Texte verfasst. Diese sind zum Nachlesen im beiliegenden Booklet abgedruckt, das mit vielen Bildern der Musiker – wie das CD-Cover - optisch einladend gestaltet ist.

Zudem sind alle Songs so arrangiert, dass sie auf Konzerten eins zu eins wiedergegeben werden können. Denn öffentliche Auftritte bleiben ein zentraler Aspekt des Tintenfisch-Konzepts. Hiemeyer betrachtet gerade die Live-Musik als verbindendes und stärkendes Element: „So können Menschen mit Behinderung ihre Fähigkeiten vor Publikum demonstrieren und damit Teilhabe am kulturellen und öffentlichen Leben gewinnen.“

Erich Geike, Geschäftsführer der Lebenshilfe Donau-Ries, hat das Experiment „Tintenfisch“ von Beginn an unterstützt und freut sich über dessen Erfolg. Für ihn steht dabei die Persönlichkeitsentwicklung der jungen Leute im Mittelpunkt, die mit einem solchen Projekt verstärkt die Möglichkeit haben, an einer Aufgabe zu wachsen. So werde auch die pädagogische Idee der gelebten sozialen Inklusion, ein Hauptthema der Lebenshilfe, optimal umgesetzt. Die Veröffentlichung der CD bildet für ihn einen Meilenstein: „Um Menschen aller persönlichen Profile zusammen zu bringen, ist die Musik das ideale Medium.“

Für Steffi, eine der Sängerinnen von „Tintenfisch“, war die Aufnahme von „Eigenart“ eine tolle Erfahrung, die Riesenspaß gemacht hat. Allerdings war dies auch mit einigen Anstrengungen verbunden, zehn Studiotermine verlangten reichlich Konzentration ab. Daher freut Steffi sich schon auf die anstehenden Live-Auftritte, bei denen die Band bis zum Herbst fünfmal auf der Bühne steht (siehe Info-Kasten). Auch die Teilnahme am bundesweiten Wettbewerb „Gildo sucht die Superband“ (Grand-Prix-Teilnehmer Gildo Horn startete selbst als Musiktherapeut bei der Lebenshilfe) wird erwogen.

So kennt die CD-Produktion am Ende nur Gewinner: Allen voran die Band „Tintenfisch“, die stolz auf ihr gelungene Aktion sein kann, aber auch die Lebenshilfe Donau-Ries, die den Weg dafür geebnet hat. Nicht zuletzt profitieren alle Freunde interessanter und nicht alltäglicher Musik, die diesen eindrucks- und anspruchsvollen musikalischen Farbtupfer in Zeiten von monotonem Mainstream und nervtötendem Radio-Einheitsbrei zu schätzen wissen werden.

Die CD „Eigenart“ ist ab sofort in der Geschäftsstelle der Lebenshilfe Donau-Ries, Baldinger Str. 41, zum Preis von 10,00 € erhältlich.

Band „Tintenfisch“

• Integratives Musikprojekt der Lebenshilfe Donau-Ries

• 14 Musiker mit und ohne Behinderung spielen zusammen

• Gründung der Band 2003 von Jürgen Hiemeyer

• Erstes Konzert im Cafe „Radlos“ im April 2004

• Förderpreis „InTakt 2004“der Universität Dortmund

• Seither zahlreiche regionale und überregionale Auftritte

• Veröffentlichung der CD „Eigenart“ im März 2011

• Weitere Infos unter www.tintenfischband.de


Tintenfisch-Auftritte 2011:

• 28. Mai 2011               Integratives Sound-Festival in Fürth

• 5. Juni 2011                Afrika-Karibik-Festival in Oettingen

• 23.Juni 2011               Tollwood-Festival in München (Andechser Gartenbühne)

• 16. Juli 2011                Muskeltour in Nördlingen (Kaiserwiese)

• 23. September 2011     Integrativer Live-Act mit „Viva Voce“ in Nördlingen (Klösterle)