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Spatenstich: Lebenshilfe wird Hauptmieter im neuen Wohn- und Geschäftshaus.

Nördlingen (Jim Benninger): Gestern Vormittag fand an der exponierten Ecklage Bürgermeister-Reiger-/Adamstraße der Spatenstich für ein Wohn- und Geschäftshaus statt. Seit Längerem hatte dies der Nördlinger Unternehmer Michael Erhard geplant, nun wurde sein Vorhaben von der Huisheimer Firma Bobinger begonnen. Den großen vierstöckigen Rohbau wird die Nördlinger Firma Eigner im Laufe des Jahres ausführen. Hauptmieter wird die Lebenshilfe Donau-Ries sein, die in den beiden Mittelstöcken Wohnungen für Behinderte mit Betreuung schafft.

Lebenshilfevorsitzender Paul Kling begrüßte neben dem Investor weitere Vertreter der Lebenshilfe sowie der am Bau beteiligten Firmen. Der Alt-OB erläuterte die Pläne: Eine Tiefgarage bietet Platz für 20 Fahrzeuge, oberirdisch entstehen weitere 13 Stellplätze. Im Erdgeschoss soll eventuell ein Café, mit Backerei Platz finden, im vierten Stock entstehen Penthousewohnungen oder Praxen mit drei Metern umlaufender Terrasse. Neben der Tatsache, dass nun die seit Längerem bestehende Häuserlücke an dieser exponierten Lage Nördlingens bald wieder gefüllt sein werde, freute sich Kling vor allem darüber, dass mit Erhard ein heimischer Investor auch für die Lebenshilfe die benötigten Behindertenwohnräume zur Verfügung stellen werde.

Architekt Reiner Schlientz konzipierte jeweils zehn 18 Quadratmeter große Einzelzimmer mit Gemeinschaftsküche, Essraum und Wohnzimmer zur Lichtseite und Pflegeeinrichtungen nach innen. Jedes Stockwerk verfügt über eine große Terrasse. Das große Haus wurde städtebaulich bewusst modern an den direkt angrenzenden Busbahnhof mit Parkhaus angepasst.

Uwe Dolzer, Wohnbereichsleiter der Lebenshilfe, erläuterte zudem, dass es damit in Nördlingen für Menschen mit geistiger und gleichzeitig körperlicher Behinderung, die außerdem Vollzeitpflege und lebenslänglich angemessenen Wohnraum brauchen, bald ein adäquates Angebot geben werde. Dazu schaffe man auch 15 neue Arbeitsplätze in der neuen Einrichtung, die sich durch Teilzeit auf 20 Mitarbeiter verteilen werde.