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1990: Gründung der LEBENSHILFE Stollberg (Sachsen)

Unter tatkräftiger Mithilfe von Herrn Dr. Keßler wurde nach der Wende in der Nördlinger Partnerstadt Stollberg in Sachsen eine LEBENSHILFE-Kreisvereinigung gegründet. Die Partnerschaft zwischen diesen LEBENSHILFE-Organisationen führte zu einem lebendigen Meinungs- und Informationsaustausch. Derzeit planen die Verantwortlichen der Stollberger LEBENSHILFE den Neubau einer Werkstätte für Behinderte. Auch für die Betreuung erwachsener Behinderter im Wohnbereich sind bereits konkrete Vorplanungen im Gange.


1991: Erweiterung der Werkstätte

Obwohl sie nur für 90 Mitarbeiter konzipiert war, bot die LEBENSHILFE-Werkstätte im Herbst 1990 bereits knapp 120 Behinderten Beschäftigung und Betreuung. Nur durch die Anmietung eines zusätzlichen Gebäudes, direkt neben der Werkstätte gelegen, konnten die akute Raumnot gemildert und die Unterbringung der Behinderten sowie die Möglichkeiten, diese zu beschäftigen, gesichert werden.


1991: Praktikantin aus Taiwan

Für zwei Monate arbeitete die Taiwanesin Hsu-Hsio-Chu in verschiedenen Einrichtungen der LEBENSHILFE Donau-Ries. Auch wenn es mit der Verständigung etwas haperte, so hatten die Kinder der Sonderschule die sympathische Praktikantin schnell ins Herz geschlossen.


1991: Spatenstich Neubau Schule

Endlich war es so weit: Die Schule in Möttingen bekam ihren lang ersehnten Neubau! Östlich des alten Schulgebäudes, das in den neuen Komplex eingebunden wurde, entsteht ein neues Schulhaus, das die akute Raumnot beseitigte.


1991: Garten Behindertenwohnheim

Bei einer Grillparty wurde der neu gestaltete Garten des Behindertenwohnheimes eingeweiht. Mit der gelungenen Ausgestaltung des von der Stadt Nördlingen zur Verfügung gestellten Gartengrundstückes mit Teich, Pavillon und Veranda wurde ein Ort der Begegnung der Heimbewohner mit den Spitalhof-Anwohnern geschaffen.


1991: Sozialmedaille an Herrn J. Kabrhel

Für dessen soziale Verdienste zeichnete Sozialminister Dr. Gebhard Glück Herrn Johann Kabrhel, den 1. Vorsitzenden der LEBENSHILFE Dillingen und Geschäftsführer der von den LEBENSHILFEN Dillingen und Donau-Ries gemeinsam betriebenen Nordschwäbischen Werkstätten für Behinderte, mit der Staatsmedaille des Freistaates Bayern aus.


1992: 50. Geburtstag von Herrn Gottschalk

In einer kleinen Geburtstagsfeier würdigten die Verantwortlichen der LEBENSHILFE Donau-Ries den Einsatz des verdienten Sonderschullehrers und Rektors, der von der Gründung der LEBENSHILFE an mitgeholfen hatte, Betreuungs- und Fördermöglichkeiten für geistig behinderte Menschen zu schaffen.


1992: Richtfest Schule

Mit einem zünftigen Richtfest, bei dem drei historisch gekleidete Zimmermannsgesellen den Richtspruch vornahmen, konnte der planmäßige Fortgang der Bauarbeiten gefeiert werden.


1992: Überraschender Tod von Dr. Schuldes

Während eines Kuraufenthaltes erlag Dr. Hellmut Schuldes einem Herzversagen. Als Mitbegründer der LEBENSHILFE-Organisation im Altkreis Donauwörth war er ein einsatzfreudiger und ideenreicher Mitstreiter für die Belange behinderter Menschen, insbesondere der Kinder. Bis zu seinem überraschenden Tode war er in der Vorstandschaft der LEBENSHILFE engagiert tätig.


1992: Start der "Offenen Behindertenarbeit"

Bereits 1989 hatten sich das Bayerische Rote Kreuz, das Diakonische Werk in Gemeinschaft mit der Johanniter Unfallhilfe, die Caritas und das Behindertenwerk St. Johannes in Schweinspoint sowie die LEBENSHILFE Donau-Ries zur "Arbeitsge­meinschaft Offene Behindertenarbeit" zusammengeschlossen. 1992 wurden nun die Förderanträge genehmigt und die "Offene Behindertenarbeit" konnte beginnen. Die LEBENSHILFE Donau-Ries bietet unter dem gemeinsamen Dach dieser Arbeitsgemeinschaft einen „Familienentlastenden Dienst“ zur Beaufsichtigung und Versorgung von behinderten Familienangehörigen an.


1992: Die LEBENSHILFE als Betreuungsverein / Elternberatung

Ein wichtiges Ziel des neuen Betreuungsgesetzes war es, die ehrenamtlichen Betreuer bei der Erfüllung ihrer anspruchsvollen Tätigkeit nicht allein zu lassen, sondern für sie ein zuverlässiges System der Begleitung, Beratung und Hilfe zu schaffen.

Neben der Übernahme von Betreuungen nach den Bestimmungen des Betreuungsgesetzes bot die LEBENSHILFE Donau-Ries bestmögliche Unterstützung für die Betreuer an.


1993: 25 Jahre LEBENSHILFE

Mit einem eindrucksvollen Festakt im Klösterle beging die LEBENSHILFE Donau-Ries ihren 25. Geburtstag. Prof. Dr. Otto Speck hielt den Festvortrag zum Thema “Lebenswertes Wohnen”.

Alle Redner lobten die verdienstvolle Arbeit der LEBENSHILFE zum Wohle der Behinderten. Gleichzeitig wurde das zehnjährige Bestehen des Wohnheimes gefeiert.


1993: Gewinnsparverein spendet 5000,-- DM für LEBENSHILFE

Fünftausend Mark übergab der Gewinnsparverein der Raiffeisen- und Volksbanken der LEBENSHILFE Donau-Ries in Möttingen. Der Zweckertrag stammt aus Erlösen des Gewinnsparens 1992.

Dafür wurde ein Wasserbett angeschafft, um schwerstbehinderten Kindern ihren Alltag zu erleichtern und für die Möttinger Schule neue Therapiemöglichkeiten schaffen zu können.


1994: Anton Jaumann verstorben

Der frühere bayerische Wirtschafts- und Verkehrsminister Anton Jaumann verstarb nach langer Krankheit im Alter von 66 Jahren. Anton Jaumann, der sich immer als Anwalt des Bürgers verstanden hatte, war Mitglied der LEBENSHILFE und Mitinitiator bei der Gründung der LEBENSHILFE Nördlingen.


1994: Schule für geistig Behinderte zieht in neue Räume ein

Ein neues Gebäude konnte die private Schule für geistig Behinderte in Möttingen beziehen. Die Kinder und Jugendlichen sind dort in großen hellen Räumen untergebracht, die Klassenzimmer lassen einen vielseitigen Unterricht zu. 90 Kinder und Jugendliche zwischen sieben und zwanzig Jahren werden derzeit in der Schule betreut. Sie werden dort ihren Fähigkeiten entsprechend gefördert und auf ein möglichst selbständiges Leben vorbereitet.


1994: Schulvorbereitende Einrichtung nach Wechingen umgezogen

Mit dem Einzug der Schulvorbereitenden Einrichtung (SVE) für sprach- und entwicklungsverzögerte Kinder kehrte neues Leben in die alte Wechinger Schule ein. Am Tag der offenen Tür konnten sich die Besucher über die Aufgaben, Ziele und Arbeitsweisen der SVE informieren.


1994: Dr. Hermann Keßler wird 80 Jahre

Bei guter Gesundheit und ungebrochener geistiger Vitalität feierte der Vorsitzende der LEBENSHILFE Donau-Ries und Alt-Oberbürgermeister Dr. Hermann Keßler seinen 80. Geburtstag.

In besonderer Würdigung seiner Verdienste um die LEBENSHILFE machte ihm diese ein besonderes Geschenk: die Möttinger Einrichtung heißt zukünftig Hermann-Keßler-Schule.


1994: Behinderten-Sportfest lockt über 500 Teilnehmer an

Rund 500 Teilnehmer aus ganz Bayern waren beim Leichtathletik-Sportfest für geistig Behinderte im Rieser Sportpark in den verschiedenen Sport-Disziplinen dabei. Die Veranstaltung, bei der die Freude am Sport im Vordergrund stand und die von der Behinderten-Sportgruppe des TSV Nördlingen unter Mithilfe der Sonderschule Möttingen ausgerichtet wurde, war ein Riesenerfolg.


1994: Neues Domizil für die Frühförderung

Die Frühförderung, eine Einrichtung der LEBENSHILFE Donau-Ries, zog von Möttingen nach Nördlingen in die Hallgasse. Der Mietvertrag im Möttinger Frühförderhaus war ausgelaufen und das Gebäude vom Besitzer verkauft worden. Durch einen Tag der offenen Tür wurde allen Interessenten ein Blick in die neuen Räume der Einrichtung ermöglicht.